Wochenplaner: Für Kinder
Ein einfacher Tagesablauf-Plan mit großen, wenigen Feldern, den ein Kind selbst lesen und abhaken kann.
Ein Wochenplan für Kinder unterscheidet sich von einem Erwachsenenplan vor allem in der Menge der Information pro Feld: weniger Zeilen, größere Schrift, klar benannte Tagesabschnitte statt genauer Uhrzeiten. Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter orientieren sich an Abläufen — “nach dem Mittagessen”, “vor dem Schlafengehen” — leichter als an der Uhr.
Sechs Abschnitte decken einen typischen Tag ab: Aufstehen und Anziehen, die Zeit in Schule oder Kindergarten, die Zeit direkt danach, Hausaufgaben oder freies Spielen, das Abendessen und das Insbettbringen. Innerhalb dieser Abschnitte lassen sich feste Rituale eintragen, etwa an welchem Wochentag Sportverein oder Musikunterricht stattfindet, sodass das Kind selbst sieht, welcher Tag welche Besonderheit hat.
Für jüngere Kinder, die noch nicht lesen, funktionieren kleine Symbole neben dem Text besser als reiner Fließtext — ein Zahnbürsten-Symbol für Zähneputzen, ein Buch für Vorlesezeit. Diese lassen sich von Hand neben die gedruckten Felder malen, wenn die Vorlage dafür Platz am Rand lässt. Ältere Grundschulkinder kommen meist gut mit reinem Text zurecht, wenn die Formulierungen kurz und konkret bleiben.
Ein Wochenplan für Kinder wirkt am zuverlässigsten, wenn er nicht nur Pflichten, sondern auch feste freie Zeit sichtbar macht — ein Kind, das im Plan sieht, dass nach den Hausaufgaben Spielzeit fest eingeplant ist, empfindet die Hausaufgabenzeit oft weniger als unbegrenzte Last. Ebenso hilfreich ist eine sichtbare, gleichbleibende Schlafenszeit, weil Kinder von einem verlässlichen Tagesrhythmus nachweislich profitieren.
Der Plan gehört an einen Ort auf Augenhöhe des Kindes, etwa die Innenseite der Kinderzimmertür oder eine niedrige Pinnwand, nicht an die Kühlschranktür in Erwachsenenhöhe. Ein Ankreuzfeld oder ein Aufkleber-Platz neben jedem erledigten Punkt gibt zusätzlich ein sichtbares Erfolgserlebnis, das bei ganz jungen Kindern oft mehr bewirkt als die reine Ankündigung “das machen wir jetzt”.