Haushaltsbuch-Vorlage für Studierende
Eine Buchungstabelle für ein Semester mit unregelmäßigem Einkommen aus BAföG, Nebenjob und gelegentlicher Unterstützung.
Studierende haben selten ein festes monatliches Einkommen. BAföG kommt, wenn es kommt, der Nebenjob schwankt mit der Stundenzahl, und manche Monate bringen zusätzlich Geld von den Eltern oder eine Rückerstattung. Eine handschriftliche Tabelle mit 24 Zeilen bildet das ab, ohne dass jede Kategorie im Voraus feststehen muss: Jede Zeile trägt Datum, eine kurze Beschreibung und je nach Buchung eine Summe in der Spalte Einnahme oder Ausgabe ein.
Auf der Ausgabenseite lohnt es sich, Miete und Nebenkosten als erste Buchung des Monats einzutragen, weil sie meist am Monatsanfang abgehen und den größten festen Posten darstellen. Direkt danach folgen Studienkosten: Semesterbeitrag, Fachliteratur, Kopien und Materialien für Praktika oder Laborkurse. Diese Posten fallen nicht jeden Monat an, sind aber in den Monaten, in denen sie fällig werden, oft die zweitgrößte Ausgabe nach der Miete.
Bei den Einnahmen gehört BAföG als eigene Zeile eingetragen, getrennt vom Nebenjob-Gehalt. Der Grund: BAföG-Zahlungen kommen in festen, meist monatlichen Raten, während Nebenjob-Einkommen je nach geleisteten Stunden schwankt. Wer beide Quellen getrennt notiert, sieht am Semesterende schnell, welcher Anteil des Budgets planbar war und welcher nicht.
Eine Besonderheit für Studierende mit Minijob oder kurzfristiger Beschäftigung: Die Verdienstgrenze wirkt sich auf BAföG und auf die Familienversicherung aus. Ein Blick auf die Summenspalte am Monatsende zeigt frühzeitig, ob sich das Jahreseinkommen einer relevanten Grenze nähert, noch bevor eine Änderung im Bescheid auffällt.
Für WG-Zimmer, die mit anderen eine Küche oder Haushaltskasse teilen, kann eine einzelne Zeile pro gemeinsamer Anschaffung (Putzmittel, Toilettenpapier, gemeinsames Essen) reichen; wer genauer trennen will, notiert zusätzlich den eigenen Anteil in Klammern hinter dem Betrag.
Am Ende eines Semesters, nach fünf bis sechs Monaten mit je einer ausgefüllten Tabelle, lässt sich ablesen, in welchen Monaten die Ausgaben die Einnahmen überstiegen haben — etwa zu Semesterbeginn durch Bücher und Materialien — und ob ein Polster aus einem einnahmestarken Monat das ausgleichen konnte. Das ist der eigentliche Nutzen: ein ehrlicher Rückblick, der zeigt, welche Monate eng waren und warum — keine auf den Cent exakte Buchhaltung.